17. Juni 2020

Eintopf mit Spinat-Kräutersauce - Xoresht-e qormeh sabzi (Persien)

Eines meines Lieblingsgerichte, welches ich 3 Tage in Folge essen kann und mich jedes Mal drauf freue. Es ist leicht säuerlich, ursprünglich ein Fleischeintopfgericht, das ich veganisiert habe. Wie immer bei der persischen Küche dauert das Gericht etwas und gelingt ganz wunderbar im Römertopf. Der Eintopf schmeckt säuerlich erfrischend und wird mit Reis und Joghurt kombiniert serviert.

Die getrockneten Limetten schmecken das erste Mal vielleicht ungewöhnlich, aber später streitet man sich, wer die meisten bekommt!

Zutaten
1          mittelgroße Zwiebel
1 EL     Kurkuma gemahlen
1/4 TL Safran gemahlen
500 g   Kartoffeln und Wurzelgemüse (z.B. Karotten, Sellerie, Pastinaken)
100 g   rote Kidney-Bohnen (weichgekocht oder aus der Dose)
175 g   Petersil
175 g   TK- Spinat oder 4 Hand voll Spinatblätter blanchiert und gehackt
80 g     getrocknete Kräutermischung (Sabzi qormeh) 
2         Limu omani (getrocknete Limetten hell oder dunkel)
          (als Ersatz gehen auch eingelegte Salzzitronen)
500 ml Wasser
2 EL    Saft von unreifen Trauben (aus dem persisches Lebensmittelgeschäft)
          (Ersatz wäre Zitronensaft)
1 TL    Butter
Salz, Pfeffer, Pflanzenöl

Zubereitung
  • getrocknete Kräutermischung ca. 20 Minuten in Wasser einweichen und vor Verwendung durch ein Sieb abgießen
  • Petersil und Spinat waschen und die Blätter fein hacken
  • die Zwiebel schälen und fein würfeln
  • Gemüse nach Bedarf waschen, schälen und in 2-3 cm breite Würfel schneiden
  • in einem Topf 2-3 EL neutrales Öl erhitzen
  • Kurkuma und Zwiebeln in den Topf geben und gut glasig braten
  • erst grüne Kräuter hinzugeben, ein paar Minuten zusammenfallen lassen
  • die Wurzelgemüsestücke und Kartoffeln hinzugeben
  • Safran drüber geben und alles mit Wasser aufgießen
  • die getrockneten Limetten mit einem Messer mehrfach einritzen und zum Eintopf geben oder grob zerkleinerte Salzzitronen mit etwas Einweich-Flüssigkeit dazu geben

  • mit einem Deckel verschlossen bei kleiner bis milder Hitze 1 Stunde oder länger  köcheln lassen
  • Variante: im gewässerten Römertopf verschlossen im Backrohr bei 200°C Grad Ober-Unterhitze garen

  • wenn das Gericht in der Küche duftet ist es fertig. Falls zuviel Wasser verdampft wenig Wasser nachgießen, das Xoresht soll dickflüssig sein
  • jetzt die Kidneybohnen hinzugeben und mit dem Saft von unreifen Trauben, Salz, viel Pfeffer abschmecken
  • die Butter unter den Eintopf rühren
  • zu Reis und gf / veganem Joghurt genießen

 

8. Juni 2020

Focaccia - stile genovese (Italien, Ligurien)

In die Focaccia habe ich mich beim Schüleraustausch in Genua verliebt. Sie ist eine tolle Brotbeilage oder auch ein einfaches Hauptgericht auf die Hand. Sie ist salzig und ölig und kein Diätessen.
Normalerweise besteht Focaccia aus Hefeteig, es funktioniert ebenso mit hellem Sauerteig, aber als Hefeteig nimmt die Focaccia das Öl viel besser auf.

Zutaten
500 g         glutenfreies Mehl (z. B. Schär Mix B)
ca. 350 ml lauwarmes Wasser (falls mit Wilder Hefe gearbeitet wird, davon 200ml Wilde Hefe)
1 Würfel    Hefe
2 EL           Olivenöl
1 TL           Salz

7 EL           Olivenöl
1/2 TL        Fleur de sel
1 TL           Wasser
Rosmarinnadeln oder Zwiebeln als Belag

Zubereitung

  • Hefeteig herstellen, erst wenn es ein Teigkloß ist am Schluss das Salz dazu und fertig kneten
  • Hände mit Olivenöl einreiben und die Teigoberfläche einölen
  • Teig bei Zimmertemperatur abgedeckt gehen lassen, bis er sein Volumen verdoppelt hat
  • Ofen auf 250 Grad vorheizen
  • In einer Tasse Olivenöl, Wasser, Salz mischen
  • Auf einem Backblech, mit Backpapier ausgelegt Teig ca. 1-2 cm hoch als Fläche ausrollen oder als Baguette formen
  • Auf dem Blech mit Geschirrtuch abgedeckt nochmal 20 Minuten gehen lassen
  • Mit den Fingern Löcher reihenförmig in den Teig drücken
  • Mit einem Pinsel die Wasser-Öl-Mischung grosszügig auf der Focaccia verteilen
  • Mit Rosmarin oder Zwiebel etc. bestreuen
  • Im Backofen bei 240 C Grad ca. 20 Minuten backen bis der Teig duftet und eine goldene Farbe angenommen hat
  • Heiß mit dem restlichen Öl, falls noch übrig einpinseln und warten bis es eingezogen ist
  • Am Besten sofort oder am gleichen Tag verbrauchen