Die Mutter meiner ungarischen Freundin hat es mir diese Küche schon sehr früh näher gebracht, sie hat immer herrlich gekocht. Dort habe ich gern mitgegessen und neue fremde Gerichte probiert.
Und Lángos schmeckt in der einfachsten Variante mit Knoblauchzehe heiß über den Fladen reiben und einer Prise Salz schon so unwiderstehlich, dass das für mich immer noch die beste Variante ist. Auch ganz traditionell mit Pflaumenmus ist super!
Auf den Volksfesten und Festivals gibt's diesen ungarischen Fladen meist mit Schmand und geraspelten Käse oder wie eine Pizza belegt. Mir zuviel Schischi, vielleicht auch, weil das Lángos in meiner Erinnerung mit der Familie meiner Freundin einfach, bescheiden und heimlich und gesellig war.
Wichtig zu wissen: das Rezept braucht Zeit!
2 Tage Vorbereitung und 10 Tage Spaß ;-)
Zutaten
2-3 gekochte Kartoffeln
200 g glutenfreies Mehl (habe Schär Mix B verwendet)
15 g Hefe (ich habe selbstgemachtes "Wildes Hefewasser" genommen 150 ml)
150 ml Pflanzendrink (z.B. Hafermilch) - in Zimmertemperatur
1 Prise Zucker
2 EL neutrales Pflanzenöl
1 TL Salz
Öl zum Frittieren
Knoblauchzehen, Salz
Zubereitung
- Kartoffeln schälen, in Wasser weich kochen, durch eine Kartoffelpresse in eine große Schüssel geben und auskühlen lassen (wichtig!)
- Hefe mit Zucker und Pflanzendrink auflösen - sollte insgesamt 250 ml - 300 ml Flüssigkeit sein
- Optional: 150 ml Wildes Hefewasser mit 100 ml Pflanzendrink und Zucker mischen; falls zusätzliche Flüssigkeit für den Teil benötigt wird mehr Pflanzendrink verwenden
- Mehl zu den ausgekühlten, durchgepressten Kartoffeln geben
- die Hefe-Pflanzendrink-Mischung erst 3/4 dazugeben, zu einem Hefeteig kneten (geht auch manuell mit einem Kochlöffel)
- Pflanzenöl dazugeben, dass der Teig schön seidig glänzig und glatt kneten
- ggfs. weiter Pflanzendrink hinzufügen
- erst wenn der Teig fertig ist mit Salz würzen und nochmal unterkneten
in Ruhe gehen lassen
- mit selbstgemachter Hefe dauert das Aufgehen des Teiges länger, bei mir über 24 Stunden an einem warmen Ort
- mit handelsüblicher Hefe dauert es nicht so lange, der Teig sollte sein Volumen verdoppelt haben.
- Im ursprünglichen Rezept steht, dass der Teig erst am 2 Tag verwendbar ist und im Kühlschrank sich 10 Tage hält.
Ausbacken
- Frittierfett oder hoch erhitzbares Öl in einem Topf erhitzen
- Finger mit Mehl bestäuben
- aus dem Teig Fladen in gewünschter Größe ziehen
- im heißen Öl schwimmend ca. 1-2 Minuten pro Seite hell bis golden frittieren
- mit einer Siebkelle aus dem Fett auf Küchenpapier heben
- Knoblauchzehe schälen, halbieren und den heißen Fladen kräftig mit dem Knoblauch einreiben und salzen
- anderweitig belegen
Lust auf was Süßes und nichts daheim? Das war die Motivation für diesen Karottenkuchen. Für den Boden kann man die Nüsse gegen das ersetzen, was man daheim hat. Ich hab auch schon Müsliriegel mit in den Boden gegeben. Dann muss man den Kuchen nur noch mehrere Stunden im Kühlschrank kalt stellen, das ist die härteste Zeit bis man den Kuchen verputzen kann!
Zutaten
Boden
200 g Nüsse, z.B. Mandeln, Kokosflocken, Haselnüsse auch gemischt geht
100 g Haferflocken
100 g Datteln
4 St. Karotten
1/2 Banane (andere Hälfte, siehe unten)
1 EL Kokosöl
1/4 TL Zimtpulver
4 Kardamomkapseln
1 Prise Salz
Creme
140 g Cashewkerne (mehrere Stunden in Wasser eingeweicht)
1/2 Banane (andere Hälfte, siehe oben)
2 EL Kokosöl (flüssig)
3 EL Mirin (Reissirup) oder Agavensaftsirup
1/2 Zitrone ausgepresst
1 TL Vanillezucker
3 EL Rosenwasser
evtl. 1/4 Glas Wasser
Zubereitung
- die Cashewkerne so lange wie möglich einweichen (mehrere Stunden oder über Nacht)
- Karotten schälen
- alle Zutaten für den Boden im Mixer zu einer Masse zerkleinern
- den Teig in eine Kuchenform (Durchmesser 20 cm) streichen und im Kühlschrank oder Gefrierfach kalt stellen
- das Einweichwasser der Cashewkerne abgießen
- alle Zutaten für die Creme im Mixer zu einer glatten Masse mixen
- evtl. mit wenig Wasser aufgießen
- auf dem Boden verteilen
- im Kühlschrank ca. 2 Stunden fest werden lassen
Zu diesem Rezept hat mich Jamie Oliver inspiriert. Ich lese zur Anregung wahnsinnig gerne Kochbücher und überlege mir, wie sich diese Rezepte vegan und glutenfrei umsetzen lassen.
Hier habe ich zum Eintopf Hirse gekocht und alles mit einen Joghurtdip mit Bärlauchsalz kredenzt.
Zutaten
300 ml Wasser
1 Zwiebel
3 Knoblauchzehen
100 g Linsen
3 Karotten
3 Kartoffeln
1 Pastinake
1/4 Sellerieknolle
15 Salbeiblätter
500 ml Gemüsebrühe
2 EL Tomatenmark
1 TL Zucker
1 EL Butter
2 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer, 1 TL Rosmarinnadeln
5 EL Natursojajoghurt
2-3 Prisen Bärlauchsalz
Zubereitung
- das Wasser in einem Topf zum Kochen bringen und die Linsen ca. 15 Minuten bissfest kochen (KEIN Salz verwenden!)
- die Linsen abgießen, das Wasser auffangen
- das Gemüse waschen und schälen
- die Zwiebeln fein würfeln, Knoblauchzehen ganz lassen
- Wurzelgemüse in ca. 2 cm große Würfel schneiden
- in einem Topf die Butter mit dem Öl schmelzen und die Salbeiblätter darin ca. 3 Minuten anschwitzen
- die Zwiebelwürfel und Knoblauchzehen unter Rühren kurz glasig braten
- Tomatenmark und den Zucker hinzufügen, umrühren
- das Gemüse hinzufügen
- das Linsenkochwasser mit Gemüsebrühe auf ca. 500 ml Flüssigkeit mischen und das Gemüse aufgießen
- Linsen hinzufügen und alles bei kleiner bis milder Hitze ca. 20 Minuten weich köcheln lassen
- erst am Schluss mit Salz, Pfeffer und Rosmarin abschmecken